top of page
P1019546-2_edited.jpg
 Ein Zine über weibliche*  Körperbehaarung & das Verlernen 
 von Scham 

SCHAM_HAARE

Schönheitsnormen

Ausgangs-punkt

Ich entferne meine Körperhaare bereits seit 10 Jahren. Lange war ich überzeugt, dass ich das einfach schöner finde. Irgendwann begann ich mich zu fragen: Ist das wirklich meine eigene Meinung oder wurde mir beigebracht, weibliche* Körperhaare als eklig und unästhetisch wahrzunehmen?

 

Obwohl Körperhaare zu fast jedem erwachsenen weiblichen* Körper gehören, sind sie im Alltag kaum sichtbar. Über 90 % der Frauen in westlichen Ländern entfernen sie regelmäßig.

 

Irgendwann verstand ich, dass diese Schönheitsnorm gesellschaftlich geprägt ist. Das Problem war nur:

Die Scham blieb.

 

Aus dieser Erfahrung entstand das Zine SCHAM_HAARE.

Haare frei.png
Haare frei.png
Haare frei.png
Haare frei.png

Konzept

Körperscham ist gelernt und deshalb auch verlernbar.

 

Das Projekt untersucht, warum viele Frauen* sich für etwas so Natürliches schämen und vor allem wie wir diese Scham wieder loswerden. 

 

Das Zine verbindet persönliche Erfahrungen, wissenschaftliche Recherche und ein Selbstexperiment. 

 

Ein zentraler Aspekt ist dabei Sichtbarkeit: Wenn weibliche Körperhaare fast unsichtbar werden, wirkt ihre Sichtbarkeit schnell wie eine Abweichung. Mehr Sichtbarkeit kann dazu beitragen, Körperbehaarung wieder als das wahrzunehmen, was sie ist: etwas Normales.

Haare frei.png

Schönheits-normen

Nach Appiah entstehen soziale Identitäten durch gesellschaftliche Kategorien und die Bedeutungen, die ihnen zugeschrieben werden. Vorstellungen davon, was als weiblich, gepflegt oder attraktiv gilt, beeinflussen nicht nur, wie wir andere Menschen lesen, sondern auch den Blick auf den eigenen Körper.

 

Das Projekt untersucht, wie solche Vorstellungen verinnerlicht werden und warum es so schwer ist, sich ihnen zu entziehen. Gleichzeitig fragt es danach, wie Sichtbarkeit helfen kann, diese Prägungen kritisch zu hinterfragen.

Haare frei.png

Gestaltung

Haare frei.png
Haare frei.png

Das Gestaltungskonzept basiert auf dem Spannungsfeld zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. Weibliche Körperhaare gehören zu fast jedem Körper, bleiben im Alltag jedoch weitgehend unsichtbar. 

 

Diese Dynamik greift das Zine gestalterisch auf. Inhalte werden verdeckt, durchscheinend gemacht oder erst beim genaueren Hinsehen sichtbar. Gleichzeitig arbeite ich fotografisch mit sehr intimen Nahaufnahmen von Haut und Körperbehaarung.

 

Die wiederkehrenden Augen stehen für die Blicke anderer und das Gefühl, beobachtet und bewertet zu werden. Haare durchbrechen das Layout und entziehen sich einerseits dem Wunsch nach vollständiger Kontrolle und machen gleichzeitig Haare sichtbar.

 

Alle Texte, Fotografien und Layouts stammen von mir. 

Typo Zine.png

für die Titel. Die Schrift hat einen starken eigenen Charakter. Sie versucht nicht perfekt zu sein und darf Ecken und Kanten haben. Das passt gut zum Zine, das gesellschaftliche Normen hinterfragt, statt sich ihnen anzupassen.

Typo Zine.png

für Unterüberschriften. Sie schafft einen Kontrast zu den Hauptüberschriften.

Haare frei.png
Typo Zine.png

für Fließtexte. Sie wurde speziell für eine hohe Lesbarkeit entwickelt und unterstützt das längere Lesen, ohne sich gestalterisch in den Vordergrund zu drängen.

Typo Zine.png

für Zitate, weil sie durch ihren handschriftlichen Charakter persönlich wirkt.

IMAG_24.jpg

Erkenntnis

Die Scham verschwindet nicht durch Wissen allein.

Das Zine versteht Sichtbarkeit als einen ersten Schritt, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen und einen selbstbestimmteren Umgang mit dem eigenen Körper zu entwickeln.

 

Es möchte dazu einladen, den eigenen Umgang mit Körperhaaren und Körperscham bewusst zu reflektieren und die Entscheidung für oder gegen Körperhaarentfernung nicht aus Scham, sondern aus Überzeugung zu treffen.

Haare frei.png

Du hast noch nicht genug?

Dann hier entlang zum gesamten Inhalt des Zines:

P1019486-2.jpg

Rollenbilder

Haare frei.png

Musikkultur

bottom of page