Annika Schäfer
Rollenbilder
RELEARN MASCULINITY
Scrollytelling Website
Ausgangs-
punkt
Traditionelle Männlichkeitsbilder prägen bis heute, wie Jungen und Männer sich verhalten „sollen".
Eigenschaften wie Härte, Dominanz oder emotionale Kontrolle gelten häufig noch immer als Zeichen von Stärke, obwohl sie mit negativen Folgen für die Gesundheit und das gesellschaftliche Zusammenleben verbunden werden.
Ausgehend von der Frage „Wie kann ich ein starker Mann sein?“ entstand eine interaktive Website, die traditionelle Rollenbilder hinterfragt und alternative Perspektiven auf Männlichkeit eröffnet.
Rollenbilder
Nach Appiah entstehen soziale Identitäten nicht allein durch Zugehörigkeit zu einer Kategorie, sondern auch durch die gesellschaftlichen Vorstellungen, die mit ihr verbunden sind. Wer als Mann gelesen wird, begegnet Erwartungen daran, wie er denken, fühlen und handeln sollte.
Das Projekt hinterfragt diese starren Rollenbilder und zeigt, dass Männlichkeit keine feste Eigenschaft ist, sondern gesellschaftlich geprägt und veränderbar bleibt.
Zielgruppe
Das Projekt richtet sich an Jungen und junge Männer zwischen 12 und 18 Jahren, besonders solche mit hegemonialen Männlichkeitsbildern. Gerade in der Jugend werden Rollenbilder entwickelt und Identität ausgehandelt. Gleichzeitig begegnen junge Menschen auf sozialen Medien zunehmend stereotypen und antifeministischen Männlichkeitsbildern.
Die Website möchte diesen Narrativen wissenschaftlich fundierte Informationen, Denkanstöße und alternative Perspektiven gegenüberstellen.
Konzept
Inhalte werden durch Scrollytelling, interaktive Elemente und eine bildstarke Collage niedrigschwellig vermittelt. Die Website möchte nicht nur problematische Rollenbilder kritisieren, sondern vielfältigere Vorstellungen von Männlichkeit aufzeigen.
Die Inhalte basieren auf wissenschaftlicher Literatur sowie einer Umfrage unter Jugendlichen der Zielgruppe.
Bildkonzept
Die Website nutzt Scrollytelling als erzählerisches Gestaltungsmittel.
Starre Rollenbilder liegen oft unter der Oberfläche unseres alltäglichen Denkens. Sie werden selten bewusst hinterfragt, sondern wirken häufig selbstverständlich. Die Reise durch die verschiedenen Erdschichten macht diesen Prozess sichtbar, indem tief verankerte Vorstellungen freigelegt und Schritt für Schritt reflektiert werden.
Eine collageartige Bildwelt in Risographie-Ästhetik, kräftige Farben und wechselnde Bildräume schaffen eine hohe visuelle Dichte. Gegen Ende wird die Gestaltung ruhiger und heller, als gestalterisches Sinnbild für neue Perspektiven auf Männlichkeit.
i
Interaktivität
Umfrageergebnisse und interaktive Quizformate fördern die aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten.
Die Website
Die Website ist vollständig auf Deutsch und Englisch verfügbar. So kann sie sowohl im deutschsprachigen Raum eingesetzt als auch international verstanden werden. Die zweisprachige Gestaltung erweitert die Reichweite des Projekts und macht die Inhalte für ein breiteres Publikum zugänglich.
Die Werbung
Die begleitende Kampagne nutzt bewusst stereotype Männlichkeitsbilder, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen. Durch den anschließenden Perspektivwechsel werden diese Erwartungen hinterfragt und auf die Inhalte der Website verwiesen.
analog
Bilder, die rosa umrahmt sind, führen zu einer Unterseite mit weiteren Informationen.
digital
Typografie
für Kapitelüberschriften: verspielt und aufmerksamkeitsstark. Die Schrift bildet einen bewussten Kontrast zu stereotyp kantigen Vorstellungen von Männlichkeit.
für Unterüberschriften: schafft eine klare Hierarchie zwischen Überschriften und Fließtext.
für Fließtexte: klare, neutrale und gut lesbare Schrift für längere digitale Texte.